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Rennbericht Spa02.08.2006
Uniroyal Funcup 25-Stunden-Rennen in Spa Spaß-Marathon für Fahrer, Materialschlacht für Maschinen Hannover, im Juli 2006. Wenn die klassischen 24 Stunden zu kurz und 151 Rennwagen auf knapp sieben Kilometern nicht zu viel sind, ist der Saisonhöhepunkt des Uniroyal Funcup erreicht. Am zweiten Juliwochenende dröhnten insgesamt fast 20 000 PS in den Ardennen. Statt zweimal rund um die Uhr zu fahren, wird beim Funcup einmal im Jahr eine Stunde draufgepackt – weil es allen soviel Spaß macht. Deshalb treffen sich die Teilnehmer der europäischen Meisterschaften zum Saisonhöhepunkt in Spa-Francorchamps beim 25-Stunden-Rennen. Zehn deutsche Funcup-Fahrzeuge stellten sich der harten Konkurrenz. Am Freitag startete das riesige Teilnehmerfeld zu den ersten beiden Qualifikationstrainings. Den Wettkampf gegen die Uhr erledigte das Team Uniroyal Presse 1 um Lars Döhmann mit einer Zeit von 3:11,377 von den deutschen Teams am besten und landete damit auf Platz 30 in der Gesamtwertung. „Es bringt nichts, das Material schon heute bis auf’s Letzte zu fordern. Der Startplatz ist eine gute Ausgangsposition“, gab sich Döhmann vor dem Renn-Marathon zuversichtlich. Stoll Motorsport landeten als zweitbestes deutsches Team auf Startplatz 42. Das Team Conti Motorpresse dahinter auf Platz 59 stand auch in der ersten Hälfte des 151 Fahrzeuge umfassenden Starterfeldes. Dass die berühmt-berüchtigte „Ardennenachterbahn“ nicht unterschätzt werden sollte, bekamen die Funnyracers mit der Startnummer 170 zu spüren. Der Bolide des aus Reifenhändlern formierten Teams flog im Training heftig ab und verursachte daher Überstunden für die Mechaniker. Doch Chefmechaniker Ulli Suhr und seine Jungs ließen sich nicht beirren. „Den bekommen wir schon wieder hin“, war die eindeutige Ansage. Bis drei Uhr nachts wurde geschraubt. Und am Samstag war der Wagen wieder fahrbereit. Am Sonntag um 16:30 Uhr gingen die Boliden mit halbstündiger Verspätung nach einer Einführungsrunde mit fliegendem Start ins Rennen. Den zahlreichen Zuschauern bot sich dabei ein spektakulärer Anblick: Wie ein riesiger Bienenschwarm stürmten die 151 Boliden dicht an dicht die alte Start-und Zielgerade runter, durchquerten teilweise in Vierer-Formation nebeneinander die berühmte Eau Rouge, und bei ersten Feindberührungen blieben Schäden nicht aus. Mit dem Ende der ersten Stunde lagen gleich vier deutsche Teams im Gesamtklassement recht weit vorne: Stoll Motorsport kassierte das defensiv fahrende Team Uniroyal Presse 1 zunächst ein, auf Position 21 und 26 lagen die deutschen Konkurrenten aber in einer Schlagdistanz von nur fünf Sekunden. Auf Platz 37 folgte dann das Black Panther Team, das von Platz 112 sensationell gestartet war. Dort saß der Rallye-Profi Dieter Depping am Steuer, der sich keinerlei Hemmungen beim Überholen der Konkurrenten auferlegt hatte. Derweil kletterte das Gummi Grassau-Team unauffällig in der Rangliste nach oben. Am frühen Abend wurde das Auto von Norddeutschlands großem Reifenhändler André Reinke bereits auf Rang 33 im Gesamtklassement geführt und war damit das drittbeste deutsche. Auch während der Nacht kämpften viele der Teams so hart mit Gegnern auf der Strecke, dass nachher die Mechaniker mit der Beseitigung der Schäden ihre Mühe hatten. Den heftigsten Zwischenfall eines deutschen Teilnehmers gab es nachts um halb eins: Der Conti Motorpresse-Bolide flog derart heftig ab, dass sich die Veranstalter für eine (von insgesamt 21) Safety Car-Phase entschieden, um das Fahrzeug zu bergen. Der erhebliche Schaden zwang das Team zur Aufgabe. Der Sonntag brachte an der deutschen Spitze ein spannendes Duell zwischen dem Team Uniroyal Presse 1 und Stoll Motorsport hervor. Bis zum Rennende lagen die Autos mit wechselnder Führung dicht beieinander. Um 17:30 fuhr letztlich die Startnummer 169 mit gut einer Runde Vorsprung auf dem 16. Gesamtrang vor Stoll durchs Ziel. Dahinter belegte Gummi Grassau einen ungefährdeten dritten Platz vor dem Black Panther Team. In der Gesamtwertung erreichten diese Teams die respektablen Plätze 16,18, 31 und 67, die für die deutsche Meisterschaft aber keine Bedeutung haben. Auch die Leser der AutoBildmotorsport hatten wieder eine Menge Spaß am Steuer eines Funcup-Bolidens. Das „Hot Readers“-Team wird die ganze Saison über aus Gewinnspielen ermittelt und schlägt sich bisher beachtlich. Beim Härtetest in Spa erreichte man Platz 100 gesamt und den 6. Platz in der deutschen Wertung. In der deutschen Meisterschaft führt nach dem 25-Stunden-Rennen, das die doppelte Punktzahl bringt, Stoll Motorsport (272 Punkte) vor dem Team Uniroyal Presse 1 (270 Punkte) und Gummi Grassau (257 Punkte). Das nächste Rennen findet bereits am 29. Juli auf dem Eurospeedway Lausitz im Rahmen der Eastside 100 statt. Für die Mechaniker von Funmotorsports gibt es bis dahin noch viel zu tun… - Langfassung- Uniroyal Funcup 25-Stunden-Rennen in Spa Spaß-Marathon für Fahrer, Materialschlacht für Maschinen Hannover, im Juli 2006. Wenn die klassischen 24 Stunden zu kurz und 151 Rennwagen auf knapp sieben Kilometern nicht zu viel sind, ist der Saisonhöhepunkt des Uniroyal Funcup erreicht. Am zweiten Juliwochenende dröhnten insgesamt fast 20 000 PS in den Ardennen. Der Uniroyal Funcup wurde 1997 in Belgien geboren. Kein Wunder, dass die Erfinder der ungewöhnlichen Rennserie (mit einem seit Beginn stabilen Reglement), in der sich alles um reinen Fahrspaß dreht, auch die Königsdisziplin der Langstreckenrennen noch zu steigern wussten: Statt zweimal rund um die Uhr zu fahren, wird noch eine Stunde draufgepackt – weil es allen soviel Spaß macht. Beim Saisonhöhepunkt des Uniroyal Funcup treffen sich die Teams aus den Ländern Belgien, Deutschland, England, Frankreich und Italien. In diesem Jahr fuhr sogar ein Team aus den USA mit. Zehn deutsche Funcup-Tourenwagen stellten der harten Konkurrenz. Am Freitag startete das riesige Teilnehmerfeld zu den ersten beiden Qualifikationstrainings. Anders als beim Funcup normalerweise üblich, werden die Startplätze beim 25-Stunden-Rennen nicht ausgelost. Es kam also auf eine schnelle Rundenzeit an. Und die war bei dem regen Verkehr auf der Strecke für viele Teams gar nicht so einfach zu erreichen. Der Wettkampf gegen die Uhr und die Pulks auf der Strecke gelang dem Team Uniroyal Presse 1 mit Lars Döhmann von allen deutschen Teams am besten. Zusammen mit Philippe Godet, dem deutschen Vorjahresmeister Stefan Scholzen und Christian Gebhardt erreichte das Fahrzeug des Uniroyal-Pressesprechers eine Zeit von 3:11,377 Minuten und landete damit auf Platz 30 in der Gesamtwertung. „Es bringt nichts, das Material schon heute bis auf’s Letzte zu fordern. Der Startplatz ist eine gute Ausgangsposition“, gab sich Döhmann vor dem Renn-Marathon zuversichtlich. Stoll Motorsport, die Sieger der ersten beiden Rennen zur deutschen Meisterschaft, landeten als zweitbestes deutsches Team auf Startplatz 42. Das Team Conti Motorpresse dahinter auf Platz 59 stand ebenfalls in der ersten Hälfte des Starterfeldes. Dass die berühmt-berüchtigte „Ardennenachterbahn“ nicht unterschätzt werden sollte, bekamen die Funnyracers mit der Startnummer 170 zu spüren. Der Bolide des aus Conti-Mitarbeitern formierten Teams flog heftig ab – und verursachte daher erste Überstunden für die Mechaniker. Während die Nacht einbrach, saßen die Fahrer dementsprechend bedröppelt im Zelt von funmotorsports, dem deutschen Importeur des Funcup, in dem wie immer eine ordentliche Fahrerlager-Party stieg. Doch Chefmechaniker Ulli Suhr und seine Jungs ließen sich nicht beirren. „Den bekommen wir schon wieder hin“, war die eindeutige Ansage der Funcup-Techniker. Bis drei Uhr nachts flogen in der Box die Funken der Flex, erklang das Brutzeln des Schweißgeräts. Und am Samstag fuhr Startnummer 170 tatsächlich beim Warm-Up mit – und das so schnell, dass es für Platz 36 in der Startaufstellung reichte. Das Design des Autos stach dabei besonders hervor: ein Patchwork aus der ursprünglichen weißen Karosserie und den neuen, schwarzen Komponenten. Die Heckklappe wurde dabei anerkennend mit den Unterschriften der unermüdlichen Mechaniker versehen. So, wie es sich im Funcup gehört. Aber wer weiß, ob nicht demnächst sogar belgische Autos in diesem Outfit aufkreuzen. Die Mannschaft des Impuls-Teams ist sich da jedenfalls nicht ganz sicher. Denn ihr Karosserie-Design – edelster dunkelblauer Lack mit weißen Doppelstreifen – kreuzte in Spa als Kopie auf und war an einem belgischen Auto wiederzufinden. Doch Impuls-Pilot Herbert Nißel sah das Ganze locker: „Kopieren ist doch auch eine Art der Anerkennung“, schmunzelte er über das nicht ganz originalgetreue Plagiat. Am Sonntag um 16:30 Uhr gingen die Boliden mit halbstündiger Verspätung nach einer Einführungsrunde mit fliegendem Start in das Rennen. Den zahlreichen Zuschauern bot sich dabei ein spektakulärer Anblick: Wie ein riesiger Bienenschwarm stürmten die 151 Boliden dicht an dicht die Start-und Zielgerade runter, durchquerten teilweise in Vierer-Formation nebeneinander die berühmte Eau Rouge-Kurve. Leider machte Josh Hoffmann, Fahrer des gelben Boliden mit der Startnummer 45, auch gleich in der zweiten Rennrunde Bekanntschaft mit einem Hitzkopf. „Irgendwer hat mich in der La Source in die Mauer gedrängt“, schilderte der Gaststarter den Grund für den ersten von drei unfreiwilligen Boxenstopps innerhalb der ersten eineinhalb Stunden des Rennens. Mit dem Ende der ersten Stunde lagen gleich vier deutsche Teams im Gesamtklassement recht weit vorne: Stoll Motorsport kassierte das defensiv fahrende Uniroyal Presse 1-Fahrzeug zunächst ein, auf Position 21 und 26 lagen diese beiden deutschen Konkurrenten aber in einer Schlagdistanz von nur fünf Sekunden. Auf Platz 37 folgte dann das sensationell nach vorn stürmende Black Panther-Team, das von Platz 112 gestartet war. Dort saß der Rallye-Profi Dieter Depping am Steuer, der sich keinerlei Hemmungen beim Überholen der Konkurrenten auferlegt hatte. Doch ein ordentlicher Anfangssprint ist bei den 25 Stunden von Spa nicht entscheidend. Anfangs lagen die Teams noch so dicht zusammen, dass ein Boxenstopp mit Tanken und Fahrerwechsel schnell über 20 Positionen kostete. Es kam also vielmehr darauf an, konstant schnell zu fahren, sich aus allen Gerangeln rauszuhalten und eine vernünftige Strategie zu haben. Doch das ist leichter gesagt als getan. Oliver Heider musste als zweiter Fahrer des Black Panther-Teams zu einer längeren Reparatur in die Box kommen. Auf der Strecke gab es direkt vor ihm zwei Dreher. Beim Versuch, auszuweichen, erwischte es seinen Boliden. Der Radträger musste daraufhin getauscht werden. Derweil kletterte das Gummi Grassau-Team unauffällig in der Rangliste nach oben. Am frühen Abend wurde das Auto von Norddeutschlands großem Reifenhändler André Reinke bereits auf Rang 33 im Gesamtklassement geführt und war damit das drittbeste deutsche. Auch während der Nacht kämpften viele der Teams so hart mit den Gegnerm auf der Strecke, dass nachher die Mechaniker mit der Beseitigung der Schäden ihre Mühe hatten. Während der gelbe Funmotorsports 2-Wagen mit der Startnummer 45 mit Motorenproblemen zu tun hatte, kam um halb zehn das Impuls-Auto am Abschleppseil in die Box. Der Motor sprang nicht mehr an. Nach zwei Stunden setzte das Team das Rennen dann kurzerhand mit dem als Ersatzwagen mitgebrachten Zweisitzer fort – zwar mit dem Segen der Rennkommissare, aber außerhalb der Wertung. Den heftigsten Zwischenfall eines deutschen Teilnehmers gab es dann nachts um halb eins: DerConti Motorpresse-Boliden flog derart heftig ab, dass sich die Veranstalter für eine von insgesamt 21 Safety Car-Phasen entschieden, um das Fahrzeug zu bergen. Der erhebliche Schaden zwang das Team zur Aufgabe. Die Startnummer 203 von Raceland Events kämpfte derweil mit wiederholten Motorenproblemen, sollte später aber mit einem Ersatzmotor doch noch die Zieldurchfahrt schaffen. Der Sonntag brachte an der deutschen Spitze ein spannendes Duell zwischen dem Team Uniroyal Presse 1 und Stoll Motorsport hervor. Bis zum Rennende lagen die Autos dicht beieinander, die Führung wechselte mit den jeweiligen Boxenstopps. „Wir hatten außer einem Ermüdungsbruch des Heckspoilers keine Defekte, aber es war auf der Strecke öfter sehr knapp. Manche Piloten können oder wollen dich nicht sehen, und wenn wir nicht so defensiv unterwegs gewesen wären, hätten wir den Mechanikern weitere Überstunden verschaffen können. Beim Bremsbelagwechsel am frühen Morgen gab es einen Schreck: Die waren komplett bis auf den Grundträger runtergebremst!“ erläutert Döhman, der seine schnellste Rennrunde in 3:12,361 min mitten in der Nacht absolvierte, den Rennverlauf Um 17:30 fuhr letztlich der weiß-rote Wagen mit der Startnummer 169 vor Stoll mit gut einer Runde Vorsprung und nach insgesamt 406 absolvierten Umläufen durchs Ziel und sorgte für den Sieg der Uniroyal Presse 1-Mannschaft in der deutschen Wertung. Dahinter belegte Gummi Grassau einen ungefährdeten dritten Platz (396 Runden) vor dem Black Panther Team (377 Runden). In der Gesamtwertung erreichten diese Teams die respektablen Plätze 16,18, 31 und 67, die für die deutsche Meisterschaft aber keine Bedeutung haben. Auch die Leser der AutoBildmotorsport hatten wieder eine Menge Spaß am Steuer eines Funcup-Bolidens. Das „Hot Readers“-Team wird die ganze Saison über aus Gewinnspielen ermittelt und schlägt sich bisher beachtlich. Dieses Mal reichte es für Platz sechs (eine Runde hinter den Funnyracers-Piloten) der deutschen Wertung und für den Gesamtrang 100 (344 Runden), hier sorgte ein unverschuldeter Unfall für einen längeren Boxenstopp und vereitelte eine bessere Position. Den Gesamtsieg holte sich das Ultra Team aus Belgien mit der Startnummer 46 nach 414 zurückgelegten Runden. Auch die nächstplatzierten beiden Teams kamen aus Belgien: Dupon-Puype mit 413 Runden und Auto Binche mit 412 Runden. In der deutschen Meisterschaft führt nach dem 25-Stunden-Rennen Stoll Motorsport (272 Punkte) hauchdünn vor dem Uniroyal Presse 1-Team (270 Punkte) und Gummi Grassau (257 Punkte). Das nächste Rennen findet bereits am 29. Juli auf dem Eurospeedway Lausitz im Rahmen der Veranstaltung „Eastside 100“ statt. Dann werden alle Autos wieder tipptopp aussehen und startklar sein. Für die Mechaniker von Funmotorsports gibt es bis dahin noch viel zu tun… Über den Funcup und Uniroyal Der Uniroyal Funcup ist ein Markenpokal, der in Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, England und Spanien durchgeführt wird. In Deutschland dürfen die 760 Kilogramm schweren und 130 PS starken Rennwagen von Jedermann gefahren werden. Unter der nach dem VW Käfer aussehenden Kunststoffkarosserie stecken in einem eigens konstruierten Rohrrahmenchassis preiswerte Großserienkomponenten. Ein komplettes, neues Fahrzeug kostet rund 33 500 Euro. Interessenten wenden sich an www.funmotorsports.de Der belgische Gummiwarenhersteller Englebert produzierte seit 1895 Reifen, unter anderem für die Continental AG. Ab 1958 hieß die Firma nach dem Zusammenschluss mit US Rubber dann Uniroyal Englebert. Uniroyal, der Erfinder des Regenreifens, ist seit 1979 eine europäische Marke der Continental AG, Hannover. Der Continental-Konzern ist ein führender Automobilzulieferer und Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit weltweit rund 85.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen: Lars Döhmann Öffentlichkeitsarbeit Reifen Büttnerstraße 25 30165 Hannover Telefon: +49 (0) 511/ 938 2370 Fax: +49 (0) 511/ 938 2462 E-mail: lars.doehmann@conti.de Internet: www.uniroyal.de |
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