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Sekunden-Duell um den Sieg02.08.2007
„Promi-Alarm“ beim 5. Lauf des Uniroyal Funcup auf dem Hockenheimring: Hannover/ Hockenheim, im Juli 2007. Doppelte Premiere: Zum ersten Mal in der zehnjährigen funcup-Geschichte fuhren die Boliden auf dem Hockenheimring. Beim fünfstündigen Hauptrennen der Jubiläumsveranstaltung „75 Jahre Hockenheimring“ griff erstmals ein Pilot aus der Königsklasse des Motorsports ins funcup-Lenkrad. Doch der deutsche Formel 1-Newcomer Adrian Sutil (Spyker F1 Team) war nicht der einzige prominente Gaststarter unter den 34 Teams aus Deutschland und Belgien. Während zahlreiche Stars aus Film und Fernsehen für reges Zuschauerinteresse in der Boxengasse sorgten, gewann Titelverteidiger Stoll Motorsport in einem packenden funcup-Duell vor dem Team ContiMotorpresse mit einem knappen Vorsprung von nur 38 Sekunden.
Hier können Sie sich die Pressemeldung als Word-Datei herunterladen (151 KB). „Mal sehen, wer schneller ist, mein Manager oder ich? Schließlich ist der auch mal Rennen gefahren“, forderte Adrian Sutil schon vor dem funcup-Training seinen Manager Manfred Zimmermann zum Duell auf. Zimmermann, selbst ehemaliger Formel 3-Pilot, nahm die Kampfansage des 24-jährigen Formel 1-Piloten sofort an. Doch auch auf der verkürzten Grand-Prix-Strecke des Hockenheimrings zählte nicht nur die eigene Leistung, sondern Teamwork im funcup-Cockpit. Prominente Unterstützung erhielt das Hockenheimring-VIP-Team um Adrian Sutil durch Schauspieler Arthur Brauss („Großstadtrevier“, „Tatort“, „Der Alte“), Eishockey-Spieler Felix Petermann (Verteidiger Adler Mannheim) sowie die Brüder Manfred „Manni“ und Uwe Ludolf, bekannt aus der TV-Doku-Soap „Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz“. Auch Formel 1-Manager Zimmermann konnte auf bekannte Hilfe beim funcup-Duell gegen seinen Formel 1-Schützling bauen. Mit Ex-Viva-Moderator Mola Adebisi ging neben Zimmermann außerdem ein ebenfalls erfahrener Motorsportler (u.a. 24-Stunden-Rennen Nürburgring) beim futurecom-VIP-Team auf die Piste. Für weiteren „schlagkräftigen“ Beistand sorgte der mehrfache Deutsche Judomeister und Schauspieler Claude-Oliver Rudolph (James Bond „Die Welt ist nicht genug“), der zusammen mit futurecom-Geschäftsführer Michael Ecker und Roman Rummenigge (Sohn von Ex-Fußballer und Bayern München-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge) den weißen Promi-funcup mit der Nummer 45 steuerte. Der große prominente Andrang auf der badischen Formel 1-Rennstrecke reichte jedoch nicht für die Besetzung von nur zwei funcup-Rennern. Mit der Startnummer 351 nahm sogar ein drittes VIP-Fahrzeug den fünfstündigen funcup-Marathon auf. Der irische Sänger Johnny Logan (zweifacher Sieger Eurovison Song Contest) teilte sich das funcup-Cockpit mit Ralph Bohnhorst, Gerd Siegmund, Ralph Bombis sowie Jan und Rolf Ulak. Für eine erste Vorentscheidung des „Promi-funcup-Duells“ zwischen F1-Fahrer Sutil und Manager Zimmermann sorgte nach dem freien Training die funcup-typische Auslosung der Startplätze. Im Rahmen der Paddock Party zogen die Gebrüder Ludolf die Startnummern und ermittelten so die Startaufstellung für das Rennen am Samstag. Die funcup-Debütanten Uwe und Manni Ludolf erhielten dabei tatkräftige Unterstützung von Bruder Peter „The brain“ Ludolf. Der kletterte zwar nicht selbst ins funcup-Cockpit, beglückte dafür aber die zahlreichen Zuschauer mit lautstarken Kommentaren und erwies sich als besondere „Losfee“. So wurde das Team von Adrian Sutil auf den vorletzten Startplatz gewürfelt, während sein Manager über die Pole Position jubelte. „Das letzte Mal habe ich 1985 auf der Pole gestanden.“ Hinter dem futurecom-VIP-Team kam der deutsche Vorjahresmeister Stoll Motorsport auf Rang zwei vor dem belgischen Team von Dubois Racing. Noch mehr Pech als das VIP-Auto um Spyker F1-Pilot Sutil auf P33 hatte nur noch Gummi Grassau Racing. Nach dem verdienten Triumph beim funcup-Höhepunkt, dem 25-Stunden-Rennen in Spa, erhielt das Team aus Neumünster in Hockenheim den letzten Startplatz. Zum direkten Promi-Duell kam es dann am Renntag auf der Strecke. Adrian Sutil und Manfred Zimmermann fuhren als Startfahrer den ersten Stint. Die Euphorie über Platz eins verleitete Formel 1-Manager Zimmermann beim fliegenden funcup-Start zu einem eiligen Frühstart. Doch schon in der zweiten Runde kam der gebürtige Kölner in die Box - nicht zum Absitzen seiner Stop and Go-Strafe, sondern zum unplanmäßigen Boxenstopp wegen einer gebrochen Lenkradnabe. Mit geübten Handgriffen wechselten die funmotorsports-Mechaniker das gesamte Lenkrad. Das Rennen konnte jedoch für die Nummer 45 erst nach einem erneuten Halt zum Absitzen der Zeitstrafe weitergehen. An der Spitze entbrannte inzwischen ein spannendes Duell zwischen Impuls 2 und Dubois Racing. In Runde 6 setzte sich der blaue funcup mit den weißen Rennstreifen dank schneller Rundenzeiten vor das erfahrene belgische funcup-Team. „Doch von der 1 ging es dann für uns schnell ins Niemandsland“, kommentierte Impuls 2-Pilot Franz-Xaver Bleicher die Ereignisse nach der ersten halben Rennstunde. Mit einem gebrochenen Schaltgestänge musste Impuls 2 ebenfalls einen ungewollten Boxenstopp einlegen und fiel weit zurück. Adrian Sutil rauschte unterdessen im funcup-Fieber durch das Starterfeld. Nach acht Rennrunden hatte sich der Profirennfahrer und leidenschaftliche Klavierspieler von Startplatz 33 auf 10 nach vorne gekämpft. „Der funcup ist eine Riesengaudi und macht total Spaß“, erklärte der 24-jährige, der sonst im über 700 PS-starken Spyker F1 in der Formel 1-Weltmeisterschaft an den Start geht. Einen ähnlich guten Auftakt wie Sutil erwischte Gummi Grassau Startfahrer André Reinke. Nach dem Start flog der schwarze funcup mit der Nummer 167 in der ersten Runde vom letzten Startplatz (35) auf Platz 23. „Die Aufholjagd war leider früh beendet. Nach vier Runden lief unser Motor heiß und dann konnten wir schnell einpacken. Für unsere Meisterschaftsambitionen ist das nicht gut“, zeigte sich Reinke nach dem endgültigen Aus wegen eines Motorschadens in Runde 10 enttäuscht. Mit cleverer Fahrweise schob sich inzwischen das Team Conti Motorpresse (Wagen 174) nach vorne. Das Trio Hermann Rottwilm, Horst Wippersteg und Sebastian Schneider zeigten wie auch beim 25-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps eine konstante Leistung. „Gleichmäßige Rundenzeiten und eine clevere Strategie haben uns in Spa weit nach vorne gespült. Auch hier in Hockenheim liegt unser Auto fantastisch und wir haben das typische Untersteuern auf dieser Strecke sehr gut im Griff“, ahnte Teamchef Hermann Rottwilm schon vor dem Rennen, dass auch auf dem badischen GP-Kurs eine Podiumsplatzierung möglich ist. Dunkle Regenwolken und einsetzender Nieselregen zwangen die Lenkrad-Artisten mit ihren heckgetriebenen funcups nach zwei Stunden zu kunstvollen Drifts. Doch der kurze Schauer zog vorüber, dann strahlte wieder die Sonne. In Runde 43 war das Rennen für das Team sportsline racing frühzeitig beendet. „Eingang Start und Ziel bin ich abgeflogen“, erzählte Hannes Heinzelmann nach seinem Unfall. Erneut bewies die stabile funcup-Konstruktion, wie sicher die Rennboliden sind. „Es ist alles gut gegangen und die Marshalls waren ruckzuck bei mir“, dankte Heinzelmann auch der Streckensicherung des Hockenheimrings. Vor dem Unfall hatte ein enges Duell mit anschließendem Lackaustausch zwischen sportsline racing und der Nummer 62 für Aufregung gesorgt. „Wir mussten mit einem verzogenen Achsschenkel an die Box“, ärgerte sich Impuls-Vorstand Herbert Nißel impulsiv über den Verlust von vier Rennrunden. Trotz der unfreiwilligen Standzeit und einer weiteren Stop and Go-Strafe wegen Überschreitung des Speedlimits in der Boxengasse sahen das Duo Herbert Nißel und Jürgen Oberhofer später als Sechste der deutschen Wertung die Zielflagge. Zur Halbzeit des Rennens zog funcup-Erfinder Franz Dubois im weiß-blauen Renner mit der Startnummer 46 gleichmäßig wie ein Uhrwerk seine Runden an der Spitze. In der deutschen Wertung entbrannte ein mitreißender Kampf um die Spitzenposition zwischen Stoll Motorsport und dem Team Conti Motorpresse. Nach 75 Runden lag der ContiMotorpresse-funcup hinter Dubois Racing auf Position zwei in der Gesamtwertung und auf P1 im deutschen Klassement. Zu diesem Zeitpunkt knapp dahinter gab sich das Quartett Raubach, Witzel, Kampmann und Kröll von Stoll Motorsport längst nicht geschlagen. In einem schnellen Endspurt zog der silberne Bolide mit der 173 noch am Team ContiMotorpresse vorbei und gewann nach 148 Runden mit einem hauchdünnen Vorsprung von 38 Sekunden nach fünf Rennstunden. Wie schon in Spa zeigte das Team ContiMotorpresse mit dem zweiten Platz eine sehr starke Leistung. „Die Meisterschaft bleibt für uns weiter in Reichweite“, strahlte Conti Motorpresse-Teamchef Rottwilm zufrieden über seine erfolgreiche funcup-Strategie. Das Podium komplettierte das Team von Joyce 84. Vater und Sohn Gilles und Bruno Debrus feierten den dritten Platz in der deutschen Wertung wie einen Sieg. Für die Belgier war es der erste funcup-Podestplatz überhaupt. Mit der Taktik „Konstant fahren und heil ankommen“ wurde auch das S.A.M. Racing-Team aus Bad Homburg von Platz 32 auf P13 nach vorne gespült. Jürgen-Alexander Horn, Stevie Burkhardt und Mike Conrad fuhren den knallgelben Boliden mit der Nummer 18 ohne die kleinste Schramme über die Ziellinie. Das Promi-Duell gewann Formel 1-Manger Manfred Zimmermann und das futurecom-VIP-Team (P17) mit zehn Runden Vorsprung vor Adrian Sutil und seinem Hockenheimring-VIP-Team auf Rang 22. „Bei meinem Turn hatte ich schon leichte Motoraussetzer, aber es hat trotzdem total Spaß gemacht“, war der Formel 1-Pilot mit seiner funcup-Premiere zufrieden. In der Gesamtwertung verteidigte Dubois Racing den ersten Platz bis zum Fallen der Zielflagge mit einer Runde Vorsprung vor dem deutschen Titelverteidiger Stoll Motorsport. Der funcup-Meister 2006 führt damit auch nach dem fünften Lauf in Hockenheim weiter in der deutschen Wertung 2007. Der nächste funcup-Lauf findet am 21. September 2007 auf dem Nürburgring statt. Der Uniroyal Funcup ist ein Markenpokal, der in Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, England und Spanien durchgeführt wird. In Deutschland dürfen die 760 Kilogramm schweren und 130 PS starken Rennwagen von jedermann gefahren werden. Unter der nach dem VW Käfer aussehenden Kunststoffkarosserie stecken in einem eigens konstruierten Rohrrahmenchassis preiswerte Großserienkomponenten. Ein komplettes, neues Fahrzeug kostet rund 34 000 Euro. Interessenten wenden sich an http://www.funcup.eu./ Der belgische Gummiwarenhersteller Englebert produzierte seit 1895 Reifen, unter anderem für die Continental AG. Ab 1958 hieß die Firma nach dem Zusammenschluss mit US Rubber dann Uniroyal Englebert. Uniroyal, der Erfinder des Regenreifens, ist seit 1979 eine europäische Marke der Continental AG, Hannover. Der Continental-Konzern ist ein führender Automobilzulieferer und Anbieter für Reifen, Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik und Technische Elastomere. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von 14,9 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit weltweit rund 89.000 Mitarbeiter. Die Reifen-Divisionen sind ein Offizieller Sponsor der UEFA Euro 2008™, die im Juni 2008 in Österreich und der Schweiz stattfindet. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.ContiSoccerWorld.de, www.ContiFanWorld.com, http://www.conti-online.com/. Klaus Engelhart Öffentlichkeitsarbeit Reifen Büttnerstraße 25 30165 Hannover Telefon: +49 (0) 511/ 938 2285 Fax: +49 (0) 511/ 938 2455 E-mail: klaus.engelhart@conti.de Internet: www.uniroyal.de Redaktionsbüro Lars Döhmann Telefon: +49 (0) 5036/ 922 60 Fax: +49 (0) 5036/ 922 62 |
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