Aquaplaning: Was genau ist das?

Aquaplaning tritt auf, wenn sich Wasser vor Ihren Reifen schneller aufstaut als durch das Fahrzeuggewicht verdrängt wird. Das Wasser drückt sich unter den Reifen und bildet eine dünne Schicht zwischen Gummi und Fahrbahn.

Doch wozu führt Aquaplaning in so einem Fall? Die Wasserschicht hebt den Reifen von der Fahrbahn. Die Folge: der nötige Grip geht verloren.

Warum ist Aquaplaning so gefährlich?

Wegen der dünnen Wasserschicht, verlieren Ihre Räder den kompletten Fahrbahnkontakt. Ein gefährlicher Moment: Denn Ihr Auto wird ohne den Grip der Reifen mehr oder weniger unkontrollierbar und Sie können weder bremsen noch lenken. Je mehr Wasser auf der Straße oder in der Pfütze steht und je schneller Sie fahren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Aquaplaning.

Welche Faktoren spielen bei Aquaplaning noch eine Rolle?


Von allen Faktoren trägt Geschwindigkeit am meisten dazu bei, Aquaplaning zu verursachen. Einfach deshalb, weil Ihre Reifen bei hohem Tempo nicht die Zeit haben, das Wasser zu verdrängen. Stattdessen werden sie vom Wasser von der Fahrbahn gehoben. Geschwindkeit ist aber nicht allein entscheidend.

Wo tritt besonders Aquaplaning auf? Diese Faktoren haben Einfluss darauf:

  • Profildesign. Manche Profilmuster kanalisieren Wasser effektiver als andere. Unsere RainSport 3- und RainExpert 3-Reifen sind beispielsweise speziell auf das Fahren bei Nässe ausgelegt und zeigen dabei eine besonders effektive Leistung.
  • Reifengröße. Die Aufstandsfläche, d.h. die Größe und Form des Reifenbereichs, der Kontakt zur Fahrbahn hat, wirkt sich auf das Aquaplaningrisiko aus. Je größer die Fläche, desto geringer ist die Gefahr.
  • Profiltiefe. Nutzt sich der Reifen ab, nimmt auch die Profiltiefe ab. Dadurch verringert sich das Volumen, um Wasser aufnehmen und kanalisieren, bzw. verdrängen zu können. Die Aquaplaninggefahr steigt.
  • Reifendruck. Sowohl zu wenig als auch zu viel Reifendruck kann das Aquaplaningrisiko erhöhen.
  • Wassertiefe. Je tiefer das Wasser, desto schwieriger wird es für Ihre Reifen, den Grip aufrecht zu erhalten.
  • Wasserzusammensetzung. Faktoren wie Öl, Salz und die Umgebungstemperatur können sich auf die Dichte der Wasseroberfläche auswirken.
  • Fahrzeugantrieb (Vorder- oder Heckantrieb, Allrad). Unter bestimmten Umständen neigen Fahrzeuge mit Allradantrieb eher zum Aquaplaning.
  • Fahrzeuggewicht. Je leichter das Auto, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Aquaplaning.
  • Zustand der Fahrbahn. Auf ebenen Straßen tritt Aquaplaning häufiger auf als auf unebenen Fahrbahnen.

Woran bemerke ich Aquaplaning?

Wenn Ihre Antriebsräder durch Aquaplaning den Fahrbahnkontakt verlieren, werden Sie einen plötzlichen Anstieg der Drehzahl bemerken. Außerdem stimmt die Tachoanzeige nicht mehr, weil die Räder gerade durchdrehen.

Fahren Sie in eine Kurve ein und Ihre Vorderräder verlieren die Traktion, wird Ihr Fahrzeug zur Außenseite der Kurve driften. Wenn bei Ihren Hinterrädern die Haftung aussetzt, wird Ihr Heck zur Seite ausbrechen. Sollten alle vier Räder gleichzeitig keinen Grip mehr haben, gleitet Ihr Auto in einer geraden Linie auf dem Wasser. Wenn Sie in diesem Moment gerade eine Biegung durchfahren, rutschen Sie zur Außenseite der Kurve. Sobald eines der Räder wieder die Fahrbahn greift, könnten Sie einen plötzlichen Ruck aus der Richtung spüren, in die das Rad gelenkt ist.

Was können Sie tun bei Aquaplaning?

Kommt es zu Aquaplaning, sollten Sie entsprechend reagieren. Starkes Bremsen kann zu Rutschen oder Fahrzeugschleudern führen. Lassen Sie den Wagen bestenfalls ausrollen oder bremsen Sie langsam und vorausschauend. Die Wasserschicht zwischen Reifen und Fahrbahn baut sich durch die Drehbewegung der Räder besser ab, die Reifen erlangen schneller wieder den nötigen Grip. So vermeiden Sie ein Blockieren der Räder und ein Ausbrechen Ihres Pkw.

Tipps, die Ihnen bei Aquaplaning helfen:

  • Geschwindigkeit vorsichtig verringern: Gas reduzieren, Kupplung treten und Fahrzeug ausrollen lassen.
  • Lenkrad in Fahrtrichtung halten und starke Lenkbewegungen vermeiden.
  • Für Automatikfahrer: Fahrstufe in keinem Fall wechseln und beide Hände am Lenkrad lassen.

Aquaplaning führt zu heiklen Momente für Autofahrer, die sich gegebenenfalls umgehen lassen. Denn wo tritt besonders häufig Aquaplaning auf?


Wann kommt Aquaplaning am häufigsten vor?

Aquaplaning tritt meistens bei einer Fahrt durch Pfützen oder stehendes Wasser auf. Schon weil die Tiefe einer Pfütze nicht immer gut einzuschätzen ist, sollten Sie bei starken Regenfällen immer langsamer fahren.

Pfützen bilden sich gern am Straßenrand. Wenn es geregnet hat, fahren Sie deshalb falls möglich in der Mitte der Fahrbahn.

Nutzen Sie die Reifenspuren des vorausfahrenden Autos. Hier wurde bereits viel Wasser verdrängt und Ihre Fahrt wird sicherer.

Warum können elektronische Stabilitätsysteme Aquaplaning nicht verhindern?


Elektronische Stabilitätssysteme funktionieren nur, wenn die Reifen Kontakt zur Fahrbahn haben. Die Assistenten können Ihnen helfen das Fahrzeug wieder einzufangen, wenn es zur Seite ausbricht – allerdings erst, sobald der Grip wieder hergestellt ist. Aquaplaning verhindern können sie nicht. 

Apropos Assistenzsysteme: Den Tempomat lassen Sie auf nassen oder vereisten Straßen besser ausgeschaltet. So können Sie schneller reagieren, wenn Sie plötzlich Ihre Geschwindigkeit vorsichtig und mit Gefühl reduzieren müssen.

Warum bieten Uniroyal-Reifen so einen guten Aquaplaning-Schutz?  

Uniroyal hat 1969 den Regenreifen erfunden, und seitdem haben unsere Designer und Ingenieure diese spezielle Technologie ständig weiterentwickelt. Zum Beispiel mit der Shark Skin Technologie (SST) für unsere RainSport 3- und RainExpert 3-Reifen. Das spezielle Profildesign sorgt für eine besonders schnelle und effektive Wasserverdrängung, wodurch das Aquaplaning-Risiko sinkt.

Uniroyal. Eine Marke von Continental.

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